Weisheiten

Gl├╝ck – verr├╝ckt

Die h├Âchste Form des Gl├╝cks ist ein gewisses Ma├č an Verr├╝cktheit.
(Erasmus von Rotterdam)

Masken

“Ich befehle meinem Gesicht, eine Maske zu werden. Meine Gef├╝hle sind verwundbar. Sie m├╝ssen bedeckt bleiben …” [1]

Mein Lexikon kennt viele Definitionen f├╝r das Wort “Maske”. Eine Gesichtsverh├╝llung bei Kulthandlungen, Volksfesten, Maskenb├Ąllen. Schauspieler tragen Masken. Mit ihrer Hilfe schl├╝pfen sie in eine andere Rolle, sind der Freundliche, der Lustige, der B├Âse, der Gef├Ąhrliche. Fotografie und Computerprogramme arbeiten mit Masken, um zu verbergen, was niemand sehen soll. Andere Masken sollen ihren Tr├Ąger sch├╝tzen. ├ärzte, Handwerker, Feuerwehrleute tragen welche. Polizisten in Sondereinsatzkommandos sch├╝tzen mit ihrer Hilfe ihre Identit├Ąt.

Aber auch im t├Ąglichen Leben tragen wir Masken. “Keep smiling” l├Ąchelt die Supermarktkassiererin, obwohl sie sich gerade f├╝rchterlich mit ihrem Partner gestritten hat. Oder der Postbote, dem heute schon den ganzen Tag der R├╝cken schmerzt. Oder der Serviceangestellte, der sich Sorgen um seine kranke Mutter macht, und eigentlich gern bei ihr w├Ąre. Das erwarte ich von ihnen, nenne es Kundenfreundlichkeit und Professionalit├Ąt. Ich will von den Sorgen der anderen gar nichts wissen, habe mit mir selbst genug zu tun.

Auch ich trage eine Maske. Sie soll mich zeigen, wie ich von anderen gesehen werden will. Stark, souver├Ąn, zielstrebig, erfolgreich. Jemand, der sein Leben meistert. Eine dichte H├╝lle baue ich auf. Wer dahinter schauen will, muss sehr genau hinsehen.

In dem Film “The Mask” (1994) findet der unscheinbare Angestellte Stanley Ipkiss eine Maske. Pl├Âtzlich ist er, den fr├╝her nie jemand wahrgenommen hat, begehrt und erfolgreich. Aber die Maske ergreift Besitz von ihm. Der echte Stanley Ipkiss ist nicht mehr wahrnehmbar. Am Ende gelingt es Stanley, sich von der Maske zu befreien und wieder er selbst zu sein.

Wird mir das auch gelingen?

  • Maske: das alte Wort daf├╝r ist Person. Ob es nun von durcht├Ânen oder von prosopon kommt: Person ist in jedem Fall Maske. – Erhardt K├Ąstner (1904-1974)
  • Die Welt besteht aus lauter Masken – Fran├žois VI. Herzog von La Rochefoucauld, Prince de Marcillac (1613-1680)
  • Was hilft’s, nach dem Applaus der Welt mit vorgebundener Maske schielen? Da der allein nie aus der Rolle f├Ąllt, der immer wagt, sich selbst zu spielen. – Paul Heyse (1830-1914)
  • Unsere Gesichter sind Masken, die uns die Natur verlieh, damit wir unseren Charakter dahinter verbergen – Oscar Wilde (1854-1900)

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[1] aus: Liselotte Welskopf-Henrich: Nacht ├╝ber der Pr├Ąrie

Liebe

Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung schaut.
(Antoine de Saint-Exupery)

Wunderbar

Die wahre Weisheit des Lebens besteht darin, im Allt├Ąglichen das Wunderbare zu sehen.
(Pearl S. Buck)

Humor

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
(Joachim Ringelnatz)

Wir

Wie dankbar bin ich, dass aus dem Du und Ich das Wir geworden ist.